Geschichte

Stina Weine – Inspiration aus dem Stein

Das Projekt STINA, als eines der umfassendsten Vorhaben betreffend Wein in Kroatien, wurde im Jahre 2009 aufgenommen, als die Gesellschaft Jako vino d.o.o. im Eigentum von Herrn Jako Andabak die Kellerei der landwirtschaftlichen Genossenschaft Bol im gleichnamigen Ort gepachtet hat. Gleich nach der Übernahme wurde die Kellerei vollständig rekonstruiert und technologisch ausgestattet. Heute besitzen wir an einem der attraktivsten Orte der Riva von Bol eine Kellerei mit modernster Einrichtung und Ausstattung. Nebst dem standardmäßigen und modern ausgestatteten Raum für die Verarbeitung von Weintrauben und die Weinaufbewahrung verfügt die Kellerei zudem über einen außerordentlich eingerichteten Raum für die Verkostung und den Verkauf von Wein. Seit Jahren fehlte Bol, als einem äußerst attraktiven Reiseziel, ein solcher Raum. In den vergangen vier Jahren hat die Kellerei der Promotion der kroatischen Weine weltweit wesentlich beigetragen.

Gleichzeitig mit der Einrichtung der Kellerei begannen die Gesellschaften im Eigentum von Herrn Andabak mit der grundlegenden Rekonstruktion des Weinbaus auf der Insel Brač. In Grabica wurden 50 ha neuer Weinberge angelegt (Pošip, Vugava, ...), und zwar auf einer Fläche, auf welcher der Stein (Stina) vorher durch spezielle Maschinen zerkleinert werden musste, um so die Bearbeitung des Bodens bzw. die Vorbereitung für den Anbau und den Anbau selbst überhaupt möglich zu machen. Diese Örtlichkeit ist nicht nur wegen des Reichtums an Steinen, sondern auch wegen der Meereshöhe, auf der die Weinberge angelegt wurden, eine Besonderheit. Die Weinberge wurden nämlich auf einer Höhe von 420 bis 550 m über dem Meeresspiegel an einem leichten Hang Richtung Osten und Südosten angelegt. Der Ort Grabica war bis zu diesem Zeitpunkt überhaupt nicht kultiviert, so dass dort auch keine Weinberge angelegt waren. 

 

Außer für den Stein (Stina) war Brač im Laufe seiner langen Geschichte auch für den Anbau von Weinreben, besonders der Sorte Plavac mali bekannt. Auf der südlichen Seite der Insel oberhalb der Siedlung Murvica befindet sich das aus dem 15. Jahrhundert stammende Kloster. Nach dem Kauf des Klosters bzw. des Anwesens mit einer Gesamtfläche von 32 ha begann die Rekonstruktion des Grundstücks, auf welchem Weinreben seit mehr als 500 Jahren angebaut werden. Da das Grundstück eine äußerst steile Hanglage von 45 ° hat, wurden bereits in der Vergangenheit Unterbauten aus Stein (Stina) angefertigt, damit der fruchtbare Boden nicht vom Wasser fortgespült wird. Im Wege der Rekonstruktion wurden die alten Unterbauten erneuert und völlig neue errichtet, um mehr Fläche für den Anbau der Weinreben zu gewinnen. So wurde die Weinrebe unter enormen Anstrengungen an jenen Ort zurückgebracht, wo sie Jahrhunderte lang angebaut wurde. Außerdem wurde auch die traditionelle Art des Anbaus ohne Armaturen mit 10000 Weinstöcken pro Hektar erhalten, bei welcher sämtliche landwirtschaftliche Tätigkeiten im Weinberg ausschließlich von Hand verrichtet werden.